Daten

Daten als Menetekel 5: Messstationen zur NO 2 Messung

Die Messstationen zur NO2-Messung, die nach der RICHTLINIE 2008/50/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 21. Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa und der Neununddreißigsten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen – 39. BImSchV) Anlage 3 C. Kleinräumige Ortsbestimmung der Probenahmestellen aufgestellt werden sollten, stehen Großteils an Stellen, die den Vorgaben nicht entsprechen. Siehe dazu Holger Douglas: Große Leseraktion: Wie manipulieren Messstationen die Feinstaubmessung in Ihrer Stadt?, Tichys Einblick 23.03.2018. D.h. die Messwerte sind teilweise nicht valide und nicht miteinander zu vergleichen.

Während die Problematik von Bundesregierung und Städten ignoriert bzw. geleugnet wurden (z.B. Wiesbaden), hat die Verkehrsministerkonferenz am 19.4.2018 unter Punkt 4.2 der Tagesordnung: Luftreinhaltung b) Valide NO2 -Messungen als Grundlage für rechtssichere Luftreinhaltepläne gefordert, die Validität von Standorten von Messstellen gemäß den europäischen Vorgaben zu überprüfen. U.a. wird gefordert:
„Die Verkehrsministerkonferenz hält es für erforderlich, dass die Installation der Messeinrichtungen bundes- und europaweit nach einem einheitlichen Maßstab erfolgt, weil Vergleiche der Messergebnisse und die erforderliche rechtliche
Gleichbehandlung der vor Ort Betroffenen andernfalls unmöglich wären. Die Verkehrsministerkonferenz regt an, dass bei der Überprüfung insbesondere Fragen geklärt werden wie
a) der vorgeschriebenen räumlichen Repräsentativität der Messungen für ein größeres Gebiet in einer Stadt, nicht nur für einen kleinen Raum in unmittelbarer Nähe der Messstation,
b) der zeitlichen Relevanz hinsichtlich des Zeitraums, in dem die Bevölkerung einer relevanten Belastung ausgesetzt ist,
c) der korrekten Platzierung des Messeinlasses der Station,
d) der vorgeschriebenen Vermeidung von Messungen im Rückstau vor Kreuzungen,
e) die vorgeschriebene Vermeidung von Messungen unterhalb von Hindernissen wie z. B. Bäumen.“