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Ist das Internet eine Spiegelwelt?

Christoph Meinel, Professor für Informatik in Potsdam, stellt in seinem Web-Tutorial „Willkommen im Netz der Netze“, in: Spektrum.de vom 19.02.2019  fest, „dass man vom Internet als einem neuen digitalen Raum spricht oder gar von der »neuen digitalen Welt«. Neben der gut bekannten physischen Welt mit ihren Gesetzen des Raums, der Zeit, der Gravitation und ihrer sozialen Ordnung hat die Entwicklung des Internets eine neue digitale Welt mit ganz eigenen, noch weitgehend unerforschten Gesetzen entstehen lassen. Eine Spiegelwelt, in der jedes Ding der physischen Welt eine als digitaler Zwilling bezeichnete Hülle bekommt, die das Ding in den digitalen Raum projiziert, ihm dort eine Repräsentanz gibt und es von dort aus auch in der physischen Welt manipulierbar macht. Wie genau diese Spiegelwelt mit der physischen Welt verwoben ist, muss noch geklärt werden.
In seiner Serie geht es zunächst um Internettechnologien, Kommunikationsprotokolle, Webinhalte und -Anwendungen.
Die Beschaffenheit des digitalen Raums, die Frage seiner Eigendynamik oder Spiegelbildlichkeit, seiner Repräsentanz, Projizierung oder verzerrten Darstellung der realen Dinge, seine Rückwirkung auf die realen Dinge sind darüber hinaus zentrale Fragen, die nicht zuletzt auch die Einordnung von Einzelfragen und die gesellschaftlichen Auswirkungen des Internet bestimmen.