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Facebook: die böse Welt der korrelierenden Daten

Ist Facebook schuld an den Übergriffen auf Flüchtlinge in Deutschland?

Die Studie von Karsten Müller and Carlo Schwarz: Fanning the Flames of Hate: Social Media and Hate Crime, Working Paper Series, University of Warwick No. 373 May 21, 2018 kommt zu dem Schluss: „ Our results suggest that social media can act as a propagation mechanism between online hate speech and real-life violent crime.“

Zunächst setzen die Autoren die Autoren die Nutzung der AFD-Facebook-Seite mit der Nutzung aller rechtsgerichteten Social-Media Seiten gleich. „In our setting, the share of a municipality’s population that use the AfD Facebook page is an intuitive proxy for right-wing social media use.“ Die allgemeine lokale Nutzung lokaler Medien wird mit der Nutzung der „Nutella“-Seite identifiziert: „We thus attempt to isolate the local component of social media usage that is uncorrelated with right-wing ideology by drawing on the number of users on the “Nutella Germany” page“.

Jonny Häusler fasst das Ergebnis auf WIRED zusammen: „Die Studie kommt dabei zu der Erkenntnis, dass es in kleinen wie großen, liberal wie konservativ geprägten, ärmeren und reicheren Gemeinden einen signifikanten Zuwachs an Gewalt gegen Geflüchtete gab, wenn die durchschnittliche Facebook-Nutzung in diesen Gemeinden über dem Bundesdurchschnitt lag. Kurz: Wer zu viel auf Facebook ist, wird gewalttätig gegen Geflüchtete.“

Wird man also durch die Nutzung der „Nutella“-Facebook-Seite zur Bestie? Äußerst unwahrscheinlich, aber wir wollen die Bemühungen nicht ironisieren. Es ist schwierig genug, die Auswirkungen von Internet und sozialen Medien zu untersuchen. Aber es ist und bleibt so: Korrelationen beweisen keine Kausalität. So zieht denn auch der Ökonomie-Professor Tyler Cowen auf MARGINAL REVOLUTION die nüchterne Bilanz: „As it stands right now, you shouldn’t be latching on to the reported results from this paper.“