Stephan Scheuer: Pinterest kämpft gegen die Flut von KI-Müll. Mit kreativen Heimwerkertipps wurde Pinterest groß. Jetzt verzeichnet die Plattform drastisch mehr unsinnige, durch KI generierte Inhalte. CEO Ready sieht eine Gefahr für die ganze Branche. Handelsblatt 22.12.2025 (hinter der Bezahlschranke)
Im Unterschied zu anderen sozialen Medien suchen Nutzer auf Pinterest Inhalte, die sich konkret umsetzen lassen (Rezepte, Anleitungen usw.). „Pinterest lebt nicht von der Aufmerksamkeit, sondern von Umsetzbarkeit. Wer hier sucht, erwartet weniger Unterhaltung, dafür mehr Ergebnisse.“ Synthetische Beiträge entwerten die Plattform. Die Kennzeichnung von KI-Bildern lässt sich nicht vollständig automatisieren und ist fehleranfällig. Ob KI helfen kann, reale Anleitungen zu optimieren statt sie zu ersetzen, ist noch offen. „Wer Reichweite monetarisiert, steht permanent in Versuchung, Quantität über Qualität zu stellen. Und bezahlt das doch am Ende mit dem Vertrauensverlust der Nutzer.“