Angriff der Rechten auf Wikipedia

Michael Moorstedt: Nicht zu verkaufen. Boykottaufrufe, Übernahmefantasien und die Einschüchterung von Mitarbeitern: Wie die neue Rechte Wikipedia auf Linie bringen will., Süddeutsche Zeitung 05.05.2025 (hinter der Bezahlschranke) Es wird beschrieben, wie Elon Musk sich über die Wikipedia-Einträge, die ihn betreffen empört. Angegriffen wird Wikipedia, weil bestimmte rechte Nachrichtenseiten nicht als seriös akzeptiert werden und es eine Programm für „Sicherheit und Inklusion“ und „Fairness“ gibt, dass unterrepräsentierte Themen fördern und koordinierte Desinformationskampagnen stoppen soll. „Unliebsame Berichterstattung wird im Neusprech zu ‚Fake News‘. die maulige Forderung, ‚alle Meinungen zu hören‘ führt zur Leugnung von Klimakrise und Geschichtsrevisionismus. Faktentreuses Dokumentieren zählt hier schon zu einem unverzeihlichen Affront, Neutralität ist nicht vorgesehen.“ Neben dem Fragenkatalog eines Staatsanwalts, die auf den Status der Steuerbefreiung zielt, „sind die Attacken gegen Wikipedia Teil eines konzertierten Plans des ultrakonservativen Thinktanks Heritage Foundation.“ Allerdings: „Trotz ihrer Größe zeigt sich die Enzyklopädie dann auch erstaunlich resilient gegenüber den Attacken von rechts. Die im System verbaute Transparenz macht Manipulation schnelle sichtbar und korrigierbar.“

Bluesky als Blase?

Beatrice Achterberg: Bluesky ist die Lieblingsspielwiese der Linken, Neue Zürcher Zeitung 28.04.2025 (hinter der Bezahlschranke)
Trotz moralischer Bedenken wächst die Plattform X immer weiter. „Seit der Übernahme durch den amerikanischen Tech-Milliardär Musk im Herbst 2022 ist die Zahl der monatlich aktiven Nutzer v on rund 370 Millionen auf 650 Millionen im Jahr 2025 gestieben.“ Bluesky mit seinen 35 Millionen monatlichen Nutzern wird demgegenüber als beschaulicher „Kiosk“ charaktisiert, in der ein homogenes Meinungsspektrum vorherrscht. Kontroversen und Enthüllungen finden nach der Autorin nicht statt: „Auf Bluesky verhallt der Gedanke, ohne Gehör zu finden.

Browser Vivaldi mit VPN

Stephan Scheuer: Jon von Tetzchner. Europas Browser-Rebell sieht Trump positiv. Mit seinem Browser Vivaldi hat der Unternehmer eine europäische Alternative zu Google Chrome geschaffen. Verhilft die erratische US-Politik nun zum Durchbruch? Handelsblatt 16.4.2025 Papierausgabe

Tetzchner, vorher einer der Gründer des Browsers Opera, hat 2015 den Browser Vivaldi gestartet. Er grenzt sich ab von den datensammelnden Browser sowie von Firefox (aufgrund der Nähe zu Google), „Tatsächlich verzichtet Vivaldi auf Tracking und Werbung, finanziert sich durch Partnerschaften mit alternativen Suchmaschinen wie DuckDuckGo oder Ecosia und bietet umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten.“ Allerdings basiert es auch auf Chromium. Vivaldi hat in seinen Desktop Browser den schweizerischen VPN-Dienst integriert. „Beide Unternehmen teilen eine klare Vision: ein freies Internet ohne Überwachung durch Big Tech.“

Studien zur Klimapolitik

Literatur-Hub. —Klimapolitische Instrumente

„Ein gewaltiger Wissensschatz: PIK führt 85.000 Einzelstudien zur Klimapolitik zusammen
Ulrich von Lampe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Die Forschung zu Klimapolitik wächst exponentiell. Von rund 85.000 jemals veröffentlichten Einzelstudien, die Politik-Instrumente zum Bekämpfen der Erderhitzung beleuchten, ist ein gutes Viertel von 2020 oder neuer. Wie sich dieses gewaltige Wissen verteilt – nach Instrumenten, Ländern, Sektoren und Politik-Ebenen – und was „untererforscht“ ist, das zeigt nun mit Hilfe von Methoden maschinellen Lernens eine Studie unter Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in der Fachzeitschrift npj Climate Action. Zur Orientierung von Wissenschaft und Politik gibt es dazu im Internet eine „lebendige systematische Landkarte“, die laufend an den Forschungsstand angepasst werden soll.“

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