Podcast Recherche mit KI

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„Podcast von „Digitalen Helden“ zu Recherche mit KI. Seit dem 10. Februar ist eine Podcastfolge online, in der ich von den „Digitalen Helden“ zu Recherche mit KI befragt wurde. Der Podcast heißt „Spotlight Medienbildung“ und gehört zu der gemeinnützigen GmbH der „Digitalen Helden“ in Frankfurt, die sich eben: Medienbildung auf die Fahnen geschrieben hat.“

Kampf um Authentizität

Jacob N. Shapiro, Vestal McIntyre: What happens when seeing is no longer believing? Bulletin of the Atomic Scientists 10.12.2025

Die Gefährungen, die durch die KI-Manipulation von Text und Bild entstehen, werden beschrieben. Gleichzeitig werden Chancen gesehen, dass neue Techniken und Märkte entstehen, die Authentizität sicherstellen. „Gerade weil sich verschmutzte Inhalte ausbreiten, können neue Märkte in den Bereichen Rating-Unternehmen, Website-Authentifizierung, vertrauenswürdige Content-Ökosysteme, Deepfake-Erkennung und Content-Provenienz entstehen. Für KI-basierte Tools zur Zusammenfassung von Nachrichten wird die Integration dieser Ratingsysteme unerlässlich sein (Notta 2024). Auf individueller Ebene kann man sich Tools vorstellen, die den Erstellern Qualitätsbewertungen zuweisen und den Nutzern Sicherheiten bieten, die den Verifizierungsabzeichen auf Social-Media-Plattformen ähneln.“
Beschrieben wird die Entstehung von Reputationsketten. „Ein robustes Ökosystem von Reputation-Tracking-Tools würde es Menschen ermöglichen, Medien auszuwählen, die ihren Vorlieben entsprechen, und einen Wert für den Aufbau einer Geschichte der Tatsachen schaffen, beide Seiten in Fragen, heterodoxes Denken und viele andere Qualitäten darstellen, die von erheblichen Teilen der Bevölkerung nachgefragt werden.“ Darüberhinaus könnten standardisierte Techniken Content-Provienz gewährleisten. Allerdings müssten auch Wege für anonyme, investigative Inhalte offengehalten werden. Techniken der Disprovienz müssten daher parallel entwickelt werden.

Perplexity Deep Research

Andreas Becker: Perplexity überholt OpenAI und Google bei „Deep Research“. Mit Opus 4.5 und dem DRACO-Benchmark verweist der Herausforderer die Giganten Google und OpenAI auf die Plätze. 04.02.2026
„Perplexity hat heute ein massives Update für seine Deep Research Funktion ausgerollt und setzt sich damit an die Spitze der KI-Recherche-Tools. Interne und externe Benchmarks zeigen, dass die neue „Advanced“-Version die Konkurrenz von OpenAI und Google in puncto Genauigkeit und Verlässlichkeit hinter sich lässt.“

Pubmed Fundraising

Daniel Delhaes: Fundraising soll wichtige Medizinsuchmaschine Pubmed retten. Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) versucht, Forschungsdaten aus den USA zu sichern. Geld vom Bund gibt es dafür nicht – obwohl es einen Fördertopf gibt. Handelsblatt 10.02.2026
Angesichts der Gefährdungen der wichtigen Medizindatenbank PUBMED durch die Wissenschaftspolitik der Regierung Trump „versucht die Deutsche Zentralbibliothek (ZB Med), die Daten zu sichern und Dritten zur Verfügung zu stellen. Vergeblich hat ZB Med bisher versucht, seine Rettungsaktion mit Geld vom Staat zu finanzieren. Dabei betreibt die Einrichtung Forschungsdateninfrastruktur, die bereits von Bund und Ländern gefördert wird. Angesichts fehlender Gelder versucht ZB Med es nun mit einer weltweiten Fundraisingaktion.“

Pressemitteilung der ZB MED vom 09.02.2026:
„Gemeinsam medizinisches Wissen schützen – ZB MED startet Fundraising-Kampagne für OLSPub, die europäische PubMed-Alternative
Was passiert, wenn medizinisches Wissen plötzlich nicht mehr verfügbar ist? Wenn zentrale Informationsquellen ausfallen, eingeschränkt werden oder von externen Interessen abhängen? Für Forschung, Versorgung und Innovation wäre das eine kritische Lücke. Genau hier setzt OLSPub an – eine offene, gemeinwohlorientierte Publikationsdatenbank für die Lebens­wissen­schaften, die ZB MED – Infor­mations­zentrum Lebenswissenschaften aufbaut. Für die vollständige Umsetzung des Projekts werden insgesamt zwei Millionen Euro benötigt. Da derzeit keine öffentliche Förderung angeboten wird, führt ZB MED eine Fundraising-Kampagne durch.“

PubMed

Stefan Krempl: Die PubMed-Falle: Deutschlands gefährlicher Datenpoker in der Medizin. Die Regierung verspricht digitale Souveränität und stellt Millionen bereit, doch hinter den Kulissen tobt ein Streit um die Sicherung wichtiger Forschungsdaten. heise 27.01.2026 Die Gefährung der größten medizinischen Datenbank PUBMED durch Maßnahmen der Trump-Regierung, Die Zentralbibliothek der Medizin ZB MED bemührt sich, durch ein neues Projekt die europäische Unabhängigkeit sicherzustellen. Zwei entsprechende Projektanträger der Deutschen Forschungsgemeinschaft sind allerdings abgelehnt worden. „Das bisherige Nein der DFG zu Projekten wie OLSPub wirkt in diesem Kontext fast schon paradox. Die Gutachter forderten eine engere Kooperation mit der US-amerikanischen National Library of Medicine (NLM) – also genau jener Institution, von deren politisch unberechenbarer Führung man sich eigentlich emanzipieren will. Es ist eine klassische Catch-22-Situation: Die deutsche Digitalpolitik will souverän sein, macht aber die Zusammenarbeit mit dem potenziellen Ausfallrisiko zur Bedingung für die Förderung.“

KI-Chatbots mit Datenschutz

Svenja Bergt: Neuer Chatbot ConferKI, aber mit Datenschutz. Der Signal-Gründer hat einen KI-Chatbot entwickelt, der die Privatsphäre schützen soll. Geht das überhaupt? Die wichtigsten Fragen und Antworten. taz 30.01.2026
Es werden drei KI-Chatsbots beschrieben, die Datenschutz und Privatsphäre garantieren:
Confer , dessen Code auf Github verfügbar ist
Duck.ai, KI-Chatbot des US-amerikanischen Suchmaschinenanbieters DuckDuckGo.
– leo.ai KI-Chatbot des Browseranbieters Brave. Wer den Browser installiert, startet Leo über die Einstellungen.

Grok-Skandal

Michele Coviello: So schätzt ein Internetforscher die Nacktbilder auf Grok ein: «An dem Skandal war nichts zufällig. Strategen haben ihn wohl geplant». Mit dem Chatbot Grok konnten User unbehelligt freizügige Bilder generieren – auch von Kindern. Nun leitet die EU eine Untersuchung ein. Der Internetsoziologe Stephan G. Humer erklärt im Interview, wieso dahinter wohl ein klarer Plan des X-Besitzers Elon Musk steckt. Und wieso die Plattform weiterhin beliebt bleibt. Neue Zürcher Zeitung 22.01.2026 (hinter der Bezahlschranke)
Der Skandal wird dadruch gerklärt, dass er geenau geplant war, um Aufmerksamkeit zu erregen und sie auf die Entwicklung der eigenen KI Grok zu richten. „Denn es reicht nicht, bloss ein leistungsstarkes Modell zu schaffen. Es braucht eine Masse von Menschen, die diese KI trainiert, die sie testet und Kunden anlockt.“

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