15 KI Tools
Matthias Schüssler: Diese KI-Tools helfen Ihnen beim Übersetzen, im Garten – und beim Flirten, Tagesanzeiger vom 17.11.2022 stellt verschiedene KI-Tools insbesondere aus den Bereichen Bild- und Textbearbeitung vor.
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Michael Moorstedt: Auf dem Weg zum Techno-Feudalismus. Absolute Herrscher, die ihre Launen ausleben und den „Zehnten“ kassieren: Plattformunternehmen wie Twitter untergraben die Gesetze des Kapitalismus, Süddeutsche Zeitung 06.11.2022 stellt die Frage, ob sich nicht strukturell etwas geändert hat, was man mit dem „Gedankenbild des Feudalismus“ bezeichnen könnte: Statt Kapitalakkumulation durch Produktion zu betreiben, saugen die Plattformen wie Uber, Airbnb und Doordash die zugrundeliegende Ökonomie parasitär aus: „Durch Plattformunternehmen unterwerfen sich Handwerker, Putzfrauen, Hundespaziergänger, Reinigungskräfte einem neuen Mittelsmann, der Kundenbeziehung und Marktzugang kontrolliert. Und während diese Arbeiter früher einen eigenen Verdienst hatten, zieht nun der eigentlich überflüssige Vermittler eine neue Gebühr ein.“
Durch die sozialen Plattformen wie Facebook, Twitter und Youtube sollte der soziale Zusammenhalt durch Austausch verbessert werden. Stattdessen stellen wir Informationen zur Verfügung, die Mehrwert für Plattformen schaffen. Der Zugang zu den so entstandenen Informationen wird uns nur noch selektiv gewährt. Eine neue Kaste ist entstanden. „Diejenigen, die noch über genügend Kapital verfügen, können sich den Zugang zu einem höheren Stand erkaufen. Das Fußvolk dagegen wird in einen überfüllten und schlecht moderierten Inhalte-Slum gepackt, der von den Lehnsherren mit Werbung und Mikrotransaktionen gepflastert wird.“
In einem Interview von Sven Scharf mit dem Kommunikationsexperten Lutz Güllner: Russische Desinformationskampagnen „In den sozialen Medien sehen wir verdeckte Geheimdienstoperationen“ Spiegel 27.10.2022 (hinter der Bezahlschranke) wird beschrieben, wie russische Desinformation mit unterschiedlichen Instrumenten und Gruppen arbeitet, die nicht alle zentralisiert und gesteuert sind. Dieses „Desinformationsökosystem“ fügt einerseits willkürliches Bildmaterial mit konstruierten Erzählungen zusammen, die leicht im Internet als Fake entlarvt werden können. Dem gegenüber stehen hochprofessionelle Kampagnen, z.B. das zahlreiche Klonen von Presse-Webseiten. Ziel sind zwei Dinge: „Erstens: Personen zu überzeugen oder zumindest zu verunsichern. Und zweitens: Manchmal geht es gar nicht darum, die Leute direkt von der russischen Sichtweise zu überzeugen, sondern einfach nur darum, Verwirrung zu stiften.“ Die Entwicklung zahlreicher Narrative oder die Kombination von Informationen mit falschen Kontexten soll zur Desorientung der Empfänger führen. Offizielle Verlautbarungen, staatliche Medien, Internetportale ergänzen einander. „In den sozialen Medien sehen wir geradezu verdeckte Geheimdienstoperationen: mit falschen Identitäten, mit Verstärkungen oder mit Strategien, um die Inhalte stärker zu verbreiten zu verstärken.“
Ist Datenschutz ein Sondergrundrecht, das alle anderen Grundrechte aushebelt? Jürgen Kühling, Boris Paal und Rolf Schwartmann: Die Ambivalenz des Datenschutzes, Frankfurter Allgemeine Zeitung 19.10.2022 (hinter der Bezahlschranke) analysieren die Ambivalenz des Datenschutzes. Durch seine Rechtsprechung hat sich das EuGH als wichtiges Grundrechtsgericht etabliert, das Datenschutz auf verschiedenen Ebenen – auch gegenüber den G A F A (G für Google, A für Apple, F für Facebook und A für Amazon) – durchsetzt. Die Frage wird gestellt, ob andererseits nicht die andere Seite zu kurz kommt: Förderung des freien Datenverkehrs, „Grundrechtseinbußen“ durch Mangel an Datenverarbeitung. „Datenschutz ist kein uneingeschränktes Recht, sondern muss in praktische Konkordanz mit einer Vielzahl von Gemeinwohlinteressen gebracht werden…Datenschutz ist keineswegs ein Super(grund)recht.“ Der Mensch ist sowohl „Schutzobjekt und Wirtschaftssubjekt zugleich“. „Diese Entwicklung bedarf eines adäquaten Schutzrechts, nicht aber einer Verhinderungsrechtsprechung.“
Hier werden 12 alternative Video-Seiten vorgestellt.
Alexej Hock: Wie der russische Geheimdienst in Deutschland Informationswäsche betreibt, in: Welt 16.10.2022 (hinter der Bezahlschranke) analysiert eine Variante russischer Desinformation anhand der Webseite Eurobrics. „Es scheint, als würde das wahre Ausmaß russischer Einflussnahme in Deutschland erst allmählich erkennbar.“ Auf der Seite, die kein Impressum enthält, ist ein Stephan Ossenkopp als Autor und Kontaktperson identifiert worden. Er hat verschiedene Artikel für diese Webseite verfasst, für die er von Nachrichtenagentur Inforors Honorar erhalten hat. „Nach Recherchen dieser Zeitung betreibt Inforos nicht nur dieses Portal, von dem Ossenkopp sich interviewen ließ, sondern auch das deutsche Eurobrics“. Inforos soll laut den Autoren vom russischen Geheimdienst finanziert werden. Die Strategie hinter Eurobrics ist langfristig. Artikel aus anderen Internetquellen werden mit eigenen Artikeln gemischt, die das Weltbild des Kreml propagieren.
L. Wienand, S. Steurenthaler und S. Loelke: Putins Troll Armee greift Deutschland an, t-online 30.08.22 analysieren eine andere russische Desinformationstrategie. Fake-Webseiten, deren Internetadresse bis auf wenige Abweichungen Originalen ähnelt, werden aufgelegt. „Allen ist gemeinsam: Nach dem Klick auf einen Link wirkt die Umgebung täuschend echt. Technisch werden Codes der Originalseite eingebunden, dazu Bilder und Logos und sogar die Anzeigenausspielung. Die Artikel, die man dort liest, und die Videos, die man dann mit dem Logo der Medienmarken anschauen kann, sind klar prorussische Propaganda.“ Fake-Beiträge bei Facebook und Twitter werden angelegt und letzendlich Kommentarbereiche normaler Webseiten mit Propaganda geflutet.
Ruth Fulterer, Jonas Oesch: Das Ende der Anonymität: Wie eine Suchmaschine für Gesichter unser Leben verändern könnte, Neue Zürcher Zeitung 10.09.2022 (hinter der Registrierungsschranke) beschreibt ein Experiment, mit dem sich eine allgemein zugänglich Software als Überwachungsinstrument missbrauchen lässt.
Weitere Artikel:
Sebastian Meineck: Gesichter-Suchmaschine: Dutzende Männer wollen mit PimEyes fremde Frauen finden, Netzpolitik.org 12.08.2022
Josephine Lulamae: Schöne neue Tech-Welt: Gesichtserkennung für alle. Gesichtserkennungstools wie FindClone, PimEyes oder Search4Faces höhlen Privatsphäre und Datenschutz in einem unheimlichen Ausmaß aus. Wir stellen einige Gebrauchs- und Missbrauchsfälle dieser Dienste vor, die für ein Taschengeld zu haben sind, in: Algorithmwatch 03.08.2022
Die Software:
https://findclone.ru/
FindClone Alternatives
Aric Toler: Using the New Russian Facial Recognition Site SearchFace , Bellingcat 19.02.2019
PimEyes Face Search Engine Reverse Image Search
Search4faces
Marie-Astrid Langer: Gesichtserkennung prägt die moderne Kriegsführung. Software zur Gesichtserkennung kennt man bis anhin von Smartphones oder aus Ermittlungen amerikanischer Fahnder. Nun helfen derartige Programme der Ukraine dabei, tote russische Soldaten zu identifizieren., in: Neue Zürcher Zeitung 17.04.2022
Adrienne Fichter, Iwan Ruslyannikow: Yandex – ein Tech-Unternehmen kreiert Zombies. Am Anfang war Yandex ein hippes russisches Tech-Start-up. Dann wurde es zum grössten Propagandainstrument des Kreml. Jetzt versucht das Unternehmen verzweifelt, seine toxischen Produkte loszuwerden und zu seinen Wurzeln zurückzukehren, in: Republik 14.07.2022 beschreiben, wie die russische Suchmaschine Yandex zu einem Propagandainstrument Putins verwandelt wurde.
Neue OSINT-Linkliste: Nixintel’s OSINT Resource List
OSINTgram ist ein Scraper, der Follower Followings, Kommentare, Likes eines Instagram-Accounts automatisch erfassen und speichern kann
Die antifaschistische Initiative „Hooligans gegen Satzbau“ hat 2018 ein pdf HANDBUCH FÜR MEDIENGUERILLA erstellt, das verschiedene Beiträge der rechten Manipulation sozialer Medien zusammenfassen soll. Im Zusammenhang mit dem Selbstmord der österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr, die von im Internet bedroht und verfolgt wurde, wird erneut darauf verwiesen. Z.B. Nina Bovensiepen und Ben Heubl: Handbuch des Hasses. Hetze und Drohungen im Internet, Süddeutsche Zeitung 16.08.2022 (hinter der Bezahlschranke).
Es wird dabei übersehen, dass es sich dabei nicht – wie erhofft – um einen authentischen Text rechter Internettrolle handelt, sondern offensichtlich um ein Werk der Kommunikationsguerilla.
Der zugespitzte Inhalt wirft zwar einerseits den Blick auf einige Elemente rechter Mobbingstrategien, spiegelt aber andererseits die eigenen Klischees zurück. Auf dieser Grundlage ist es kaum möglich, effektive Gegenstrategien zu entwickeln.
Authentisch scheint dagegen der Bericht über den Style Guide eines Neo Nazi Blogs in den USA sein: