Wikipedia kompromittiert

Alexander Dergay, Moritz Eichhorn: Mitgründer von Wikipedia im Interview: „Die Plattform ist bereits kompromittiert. Das ist klar.“Larry Sanger war am Aufbau von Wikipedia beteiligt. 25 Jahre später sagt er, ein anonymes Establishment habe die Enzyklopädie übernommen, mit dessen Framings würden jetzt KIs gefüttert. Berliner Zeitung 07.08.2026 (hinter der Bezhalschranke)
In dem Interview kritisiert er zunächst die institutionelle Entscheidung: „Ich glaube, ich habe damals nichzt erkannt, dass es ein ernstes und dauerhaftes Problem sein würde, dass für Wikipedia kein richtiges Governache-System geschaffen wurde. Bei besonders wichtigen Änderungen fehlt ein institionelles Siegel. Jede Änderung muss denselben vagen, anonymen Diskussionsprozess durchlaufen wie alles andere bei Wikipedia.“
Sänder kritisiert eine einseitige linksorientiere Ausrichtung von Wikipedia und die Manipualtionen, die von Interessengruppen und Staaten vorgenommen werden können. Er fordert u.a. die Offenlegung der Identität von Wikipedias Führungspersonen und eine Überarbeitung von Wikipedias Disziplinarsystem. „Menschen werden aus völlig trivialen Gründen ausgesclossen, ohne echte Rechtsmittel. Administratoren stützen andere Administratoren. Es gibt keine Berufungsinstanz; es sind dieselben Leute.“

Google Zukunft der Suche

Marie Gundlach: Wie wir in Zukunft das Internet nutzen werden. Süddeutsche Zeitung 16.08.2026 (hinter der Bezahlschranke) „Google Zero“ heißt das Szenario, auf das sich Medien, Webseitenbetreiber und Nutzer vorbereiten müssen: Die klassische Internetsuche stirbt. Und dann?
Durch die KI Funktion von Google sinken die Zugriffe bei einzelnen Webseiten um bis zu einem Drittel.  Selbst bei Angeboten wie Reddit, die Kooperationsveträge mit Google abgeschlossnen haben, wird die Frage nach einem eigenen Geschäftsmodell, z.B. einer eigenen APP mit Suchfunktion gestellt. Auch die Inhalte selbst werden so verändert, dass sie für die KI attraktiver sind. „Lange hat man nicht nur bei Reddit, sondern auch bei vielen Online-Medien den eigenen Nutzern keine gute Alternative für das Suchen angeboten. Der Internetbrowser als Anwendungsgebiet wird unwichtiger, eigene Apps werden wichtiger.

Karlsruher Virtueller Katalog

„30 Jahre Karlsruher Virtueller Katalog
Der Karlsruher Virtuelle Katalog verbindet seit drei Jahrzehnten Bibliothekskataloge weltweit und macht wissenschaftliche Bestände recherchierbar – von aktuellen Publikationen bis zu älteren Auflagen, grauer Literatur und Spezialbeständen. Als öffentlich finanzierte und qualitätsgesicherte Infrastruktur bietet er eine verlässliche Grundlage für Recherche und Verfügbarkeit von Medien.“