Kategorie: Allgemein
Online Archiv Radikale Rechte
Online-Archiv: “Die radikale Rechte” 1945-2000. Link und Hinweis auf ein dazugehöriges Interview
Klaus Graf (6. März 2026). Online-Archiv: “Die radikale Rechte” 1945-2000. Archivalia. Abgerufen am 8. März 2026 von https://doi.org/10.58079/15tls
Bibliothekarische Online-Texte
Bibliothekarische Online-Texte im deutschsprachigen Raum. Auflistung als Blog und im Blogarchiv
Kampf um Authentizität
Die Gefährungen, die durch die KI-Manipulation von Text und Bild entstehen, werden beschrieben. Gleichzeitig werden Chancen gesehen, dass neue Techniken und Märkte entstehen, die Authentizität sicherstellen. „Gerade weil sich verschmutzte Inhalte ausbreiten, können neue Märkte in den Bereichen Rating-Unternehmen, Website-Authentifizierung, vertrauenswürdige Content-Ökosysteme, Deepfake-Erkennung und Content-Provenienz entstehen. Für KI-basierte Tools zur Zusammenfassung von Nachrichten wird die Integration dieser Ratingsysteme unerlässlich sein (Notta 2024). Auf individueller Ebene kann man sich Tools vorstellen, die den Erstellern Qualitätsbewertungen zuweisen und den Nutzern Sicherheiten bieten, die den Verifizierungsabzeichen auf Social-Media-Plattformen ähneln.“
Beschrieben wird die Entstehung von Reputationsketten. „Ein robustes Ökosystem von Reputation-Tracking-Tools würde es Menschen ermöglichen, Medien auszuwählen, die ihren Vorlieben entsprechen, und einen Wert für den Aufbau einer Geschichte der Tatsachen schaffen, beide Seiten in Fragen, heterodoxes Denken und viele andere Qualitäten darstellen, die von erheblichen Teilen der Bevölkerung nachgefragt werden.“ Darüberhinaus könnten standardisierte Techniken Content-Provienz gewährleisten. Allerdings müssten auch Wege für anonyme, investigative Inhalte offengehalten werden. Techniken der Disprovienz müssten daher parallel entwickelt werden.
Pubmed Fundraising
Daniel Delhaes: Fundraising soll wichtige Medizinsuchmaschine Pubmed retten. Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) versucht, Forschungsdaten aus den USA zu sichern. Geld vom Bund gibt es dafür nicht – obwohl es einen Fördertopf gibt. Handelsblatt 10.02.2026
Angesichts der Gefährdungen der wichtigen Medizindatenbank PUBMED durch die Wissenschaftspolitik der Regierung Trump „versucht die Deutsche Zentralbibliothek (ZB Med), die Daten zu sichern und Dritten zur Verfügung zu stellen. Vergeblich hat ZB Med bisher versucht, seine Rettungsaktion mit Geld vom Staat zu finanzieren. Dabei betreibt die Einrichtung Forschungsdateninfrastruktur, die bereits von Bund und Ländern gefördert wird. Angesichts fehlender Gelder versucht ZB Med es nun mit einer weltweiten Fundraisingaktion.“
Pressemitteilung der ZB MED vom 09.02.2026:
„Gemeinsam medizinisches Wissen schützen – ZB MED startet Fundraising-Kampagne für OLSPub, die europäische PubMed-Alternative
Was passiert, wenn medizinisches Wissen plötzlich nicht mehr verfügbar ist? Wenn zentrale Informationsquellen ausfallen, eingeschränkt werden oder von externen Interessen abhängen? Für Forschung, Versorgung und Innovation wäre das eine kritische Lücke. Genau hier setzt OLSPub an – eine offene, gemeinwohlorientierte Publikationsdatenbank für die Lebenswissenschaften, die ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften aufbaut. Für die vollständige Umsetzung des Projekts werden insgesamt zwei Millionen Euro benötigt. Da derzeit keine öffentliche Förderung angeboten wird, führt ZB MED eine Fundraising-Kampagne durch.“
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PubMed
Stefan Krempl: Die PubMed-Falle: Deutschlands gefährlicher Datenpoker in der Medizin. Die Regierung verspricht digitale Souveränität und stellt Millionen bereit, doch hinter den Kulissen tobt ein Streit um die Sicherung wichtiger Forschungsdaten. heise 27.01.2026 Die Gefährung der größten medizinischen Datenbank PUBMED durch Maßnahmen der Trump-Regierung, Die Zentralbibliothek der Medizin ZB MED bemührt sich, durch ein neues Projekt die europäische Unabhängigkeit sicherzustellen. Zwei entsprechende Projektanträger der Deutschen Forschungsgemeinschaft sind allerdings abgelehnt worden. „Das bisherige Nein der DFG zu Projekten wie OLSPub wirkt in diesem Kontext fast schon paradox. Die Gutachter forderten eine engere Kooperation mit der US-amerikanischen National Library of Medicine (NLM) – also genau jener Institution, von deren politisch unberechenbarer Führung man sich eigentlich emanzipieren will. Es ist eine klassische Catch-22-Situation: Die deutsche Digitalpolitik will souverän sein, macht aber die Zusammenarbeit mit dem potenziellen Ausfallrisiko zur Bedingung für die Förderung.“
Wikipedia
Flurin Clalüna: «Dieser verrückte Einfall von halbgebildeten Wichtigtuern wird sich nie durchsetzen» – wie Wikipedia trotzdem zum Weltwunder wurde. 25 Jahre nach der Gründung steht das Nachschlagewerk politisch unter Druck. Und nun bedroht es auch noch die künstliche Intelligenz. Neue Zürcher Zeitung 10.01.2026 (hinter der Bezahlschranke) Neben einer umfassenden Darstellung der Wikipedia beschäftigt sich der Artikel mit den Herausforderungen, denen sich Wikipedia durch die KI ausgesetzt sieht. „Was aus Wikipedia wird, weiss niemand. Die Plattform könnten sich zu einer Datenbank entwickeln – gefüttert von Maschinen, genutzt von Maschinen. Es sei denn , Menschen bestehen darauf, selbst zu schreiben und das Wissen zu kontrollieren.“