Pubmed – OLSPub

Die Projektseite informiert über den aktuelle Stand.
„Open life science publication database (OLSPub)
Resilienz und Unabhängigkeit der lebenswissenschaftlichen Forschungsinfrastruktur in Europa zu stärken, ist angesichts der Risiken durch die Abhängigkeiten von den US-basierten Informationsdiensten geboten. ZB MED wird daher eine offene, zuverlässige und nachhaltige Alternative zur PubMed-Datenbank entwickeln. Diese alternative Datenbank stellt zum einen die derzeit verfügbaren PubMed-Inhalte bereit, zum anderen wird sie einen technischen und administrativen Rahmen für kontinuierliche Erweiterungen durch neue Publikationen bieten. Ein zentraler Meilenstein für die nachhaltige Verfügbarkeit medizinischer Fachinformationen wurde bereits erreicht: Die aktuellen Inhalte von PubMed sind gesichert und über das ZB MED-Suchportal LIVIVO zugänglich.“
Youtube-Video OLSPub as an alternative to PubMed: Infrastructure made in Europe. Information Event 12.06,2025

Deepfake Videos verifizieren Pixelator v2

Alex Scroxton: Scientists demonstrate Pixelator deepfake image verification tool: With the age of deepfake imagery upon us, a team led by York St John University researchers has created a tool to help people ‘navigate the fine line between reality and fabrication’ Computerweekly.com 27.11.2024

Aufsatz, in dem Pixelator v2 vorgestellt wird:
Somdip Dey, Jabir Alshehabi Al-Ani, Aikaterini Bourazeri, Suman Saha, Rohit Purkait, Samuel Hill, Julian Thompson: Pixelator v2: A Novel Perceptual Image Comparison Method with LAB Colour Space and Sobel Edge Detection for Enhanced Security Analysis, MDPI 17.11.2024
Abstract:
„In diesem Papier führen wir Pixelator v2 eine neuartige Wahrnehmungsbild-Vergleichsmethode ein, die die Sicherheit und Analyse durch verbesserte Bilddifferenzerkennung verbessern soll. Im Gegensatz zu herkömmlichen Metriken wie MSE, Q und SSIM, die oft keine subtilen, aber kritischen Änderungen in Bildern erfassen, integriert Pixelator v2 den Farbraum von LAB (CIE-LAB) für Wahrnehmungsrelevanz und Sobel-Kantenerkennung für strukturelle Integrität. Durch die Kombination dieser Techniken bietet Pixelator v2 einen robusteren und differenzierteren Ansatz zur Identifizierung von Bildvariationen, auch bei kleineren Änderungen. Der LAB-Farbraum sorgt dafür, dass die Methode mit der menschlichen visuellen Wahrnehmung übereinstimmt und sie besonders effektiv bei der Erkennung von Unterschieden macht, die im RGB-Bereich weniger sichtbar sind. Die Sobel-Edgeerkennung hingegen betont strukturelle Veränderungen, so dass sich Pixelator v2 auf die wichtigsten Bereiche eines Bildes konzentrieren kann. Diese Kombination macht Pixelator v2 ideal für Anwendungen in der Sicherheit, bei denen der Bildvergleich eine wichtige Rolle bei Aufgaben wie Manipulationserkennung, Authentifizierung und Analyse spielt. Wir bewerten Pixelator v2 anhand anderer beliebter Methoden und zeigen seine überlegene Leistung bei der Erkennung von Wahrnehmungs- und Strukturunterschieden. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Pixelator v2 nicht nur genauere Bildvergleiche bietet, sondern auch die Sicherheit erhöht, indem es für subtile Änderungen schwieriger wird, unbemerkt zu bleiben. Dieses Papier trägt zum wachsenden Feld bildbasierter Sicherheitssysteme bei, indem es eine perzeptisch steuerbasierte, rechnerisch effiziente Methode zum Bildvergleich bietet, die in der Sicherheit des Informationssystems leicht angewendet werden kann.“

Software kann auf Github heruntergeladen werden: Pixelator v2 – Perceptual Image Comparison
„Pixelator v2 is an advanced image comparison tool that integrates pixel-wise RGB analysis, perceptual relevance via the CIE-LAB colour space, and structural integrity detection using Sobel filters. It outperforms traditional methods like MSE, SSIM, and LPIPS by offering a robust and computationally efficient method to detect both subtle pixel-level changes and perceptually significant modifications.

Pubmed retten

Daniel Delhaes: Wenn Politik Forschungsdaten gefährdet. Verzweifelt versuchen Wissenschaftler, Forschungsdaten aus Amerika vor der Trump-Regierung zu schützen. Hierzulande warten sie vergeblich auf Hilfe – und gehen in ihrer Not ungewöhnliche Wege. Handelsblatt 07.07.2015
Die weltgrößte, englischsprachige Suchmaschine für medizinische Publikationen, Pubmed, „ist Teil des National Institute for Health (NIH), dessen Etat die Regierung von US-Präsident Donald Trump massiv gekürzt hat. Wer etwas über den aktuellen Forschungsstand zum Brustkrebs, Herzinfarkte oder andere biomedizinische Fragen wissen will, der sucht bei Pubmed. Die Sorge ist groß, dass die Daten nicht mehr sicher sind, dass sie womöglich zensiert oder mit Beiträgen gefüllt werden, die vielleicht Trumps, aber nicht mehr wissenschaftlichen Standards genügen. Es wäre das „Killer-Virus“ für die internationale Community. „Was ist mit Pubmed?“, fragen Wissenschaftler immer wieder sorgenvoll in Köln an.“
Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB Med) in Köln versucht, diese Datenbank zu retten. Mangels kurzfristiger Förderung wurde ein Antrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gestellt.
„Albers will mit ihrem Team die Arbeitsgrundlage der international vernetzt arbeitenden Wissenschaftscommunity sichern. Entstehen soll keine reine Kopie von Pubmed, ZB Med will vielmehr eine offene, dezentral organisierte Alternative zu Pubmed schaffen. Die aktuellen Inhalte hat ZB Med bereits über sein Suchportal Livivo zugänglich gemacht. Künftig sollen auch neue medizinische Fachinformationen Eingang finden, und das System soll international dezentral arbeiten. „Politischer Einfluss wie in den USA kann in jedem Land stattfinden“, sagt Albers. Das Wissenschaftssystem soll resilient werden.“

Wikipedia: Ein Drittel der Artikel problematisch

Valentin Bauer, Patrick Bernau, Christopher Herstell, Jacob Kramer: Wikipedia weiß immer weniger. Der Enzyklopädie fehlen Autoren. Jetzt zeigt eine F.A.S.-Untersuchung: Mindestens jeder dritte Artikel hat ein Problem. Frankfurter Allgemeine Zeitung 05.07.2025
„Und was ist eigentlich mit den Artikeln, denen der Leser ihre Aktualität nicht direkt ansieht? Die F.A.S. hat das nun systematisch untersucht. Mehr als 1000 Wikipedia-Artikel haben wir zufällig aus­gewählt. Künstliche Intelligenz hat die Texte auf Auffälligkeiten geprüft, dann hat ein Team von Dokumentaren des F.A.Z.-Archivs diese Auffälligkeiten noch einmal unter die Lupe genommen. Erst wenn zwei Menschen überzeugt waren, dass eine Information nicht mehr stimmt, haben wir sie auf die Liste genommen.
Dabei stellte sich heraus: Probleme gibt es auf mehr als jeder dritten Seite. Mindestens 20 Prozent der Seiten enthalten Informationen, die nicht mehr aktuell sind, und nur bei der Hälfte fällt es sofort auf. Dazu kommen fast noch einmal so viele Seiten mit Angaben, die noch nie gestimmt haben.“

Typen der Wikipedia-Nutzer

Dale Zhou, Shubhankar Patankar, David M. Lydon-Staley, Perry Zurn, Martin Gerlach, Dani S. Bassett: Architectural styles of curiosity in global Wikipedia mobile app readership, in: Science Advances 25.10.2024
Abstract: „Die intrinsisch motivierte Informationssuche ist ein Ausdruck der Neugier, die als zentraler Bestandteil der menschlichen Natur gilt. Die meisten Untersuchungen zur Neugier stützen sich jedoch auf kleine, westliche Stichproben. Hier analysieren wir eine naturalistische Population von 482.760 Lesern, die die mobile App von Wikipedia in 14 Sprachen aus 50 Ländern oder Territorien nutzen. Durch die Messung der Struktur von Wissensnetzwerken, die von Lesern aufgebaut werden, die einen Faden durch Wikipedia-Artikel spinnen, replizieren wir zwei Arten von Neugier, die zuvor in Laborstudien identifiziert wurden: den nomadischen „Wichtigtuer“ und den gezielten „Jäger“. Darüber hinaus finden wir Belege für einen weiteren Stil – den „Tänzer“ -, der zuvor durch eine historisch-philosophische Untersuchung von Texten über zwei Jahrtausende hinweg vorhergesagt wurde und durch kreative Formen der Wissensproduktion gekennzeichnet ist. Wir stellen weltweit Zusammenhänge zwischen der Struktur von Wissensnetzwerken und Indikatoren auf Bevölkerungsebene für räumliche Navigation, Bildung, Stimmung, Wohlbefinden und Ungleichheit fest.“

Holocaust als Meme

Bildungsstätte Anne Frank. Der Holocaust als Meme: Wie in digitalen Räumen Geschichte umgedeutet wird. Mai 2025
Abstract: „In unserem Report „Der Holocaust als Meme“ stellen wir einige Beispiele geschichtsrevisionistischer Inhalte in digitalen Medien vor, die in unseren Augen eine breitere Öffentlichkeit brauchen – sei es, weil sie besonders große Reichweiten erzielen, besonders subtilen Strategien folgen oder zu schon bedenklich normalisierten Formen alternativhistorischer Erzählungen gehören. Die aufgeführten Beispiele und Analysen dienen dazu, zentrale Beobachtungen, wiederkehrende Muster und exemplarische Phänomene im Umgang mit Geschichte in digitalen Räumen zu veranschaulichen.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Plattformen Instagram und TikTok, da sie zu den reichweitenstärksten und einflussreichsten Social-Media-Kanälen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zählen. Neben sozialen Medien beziehen wir uns auch auf digitale Spiele mit historischem Setting.“

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